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Review: Caddx Peanut Kamera

26.04.22
Review: Caddx Peanut Kamera

Hi, Jonny hier, auch bekannt als itsjonnyfpv!

Vor bereits etwas längerer Zeit hat Caddx, in Zusammenarbeit mit Insta360, die Caddx Peanut Action Kamera auf den Markt gebracht. Diese kleine Kamera wurde speziell für den FPV Markt entwickelt und ermöglicht es uns, auch mit kleineren Tinywhoops gute Aufnahmen machen zu können. In diesem Blogbeitrag werde ich mich nicht nur mit den Spezifikationen und Funktionen der Peanut auseinandersetzen, auch möchte ich euch einen Vergleich zwischen der Videoqualität der Peanut und einer GoPro zeigen.

 

Spezifikationen

  • Blende: F/2.2
  • ISO: Auto, über App einstellbar: 100-3200
  • 35mm äquivalente Brennweite: 11,24 mm
  • Videoauflösungen:
    • 2560×1440 50fps,30fps,25fps,24fps
    • 1920×1080 50fps,30fps,25fps,24fps
  • Video-Modi:
    • Pro Video (Flow State Stabilisierung nachträglich einstellbar)
    • Video (Grundlagen der Stabilisierung), HDR, Zeitraffer
    • TimeShift sprich Zeitraffer, Zeitlupe
  • Speicher: 32GB (wobei etwa nur 28GB davon nutzbar sind)
  • Videokodierung: Mp4
  • Videocode: H.264
  • Video maximale Bitrate: 80Mbps
  • USB: Typ -C
  • Lademethode:
    • Stromanschluss (Stromspeisung direkt über FC oder mit dem mitgelieferten 2S-6S Step-Down-Modul über den Balanceranschluss des LiPo‘s
    • USB-Anschluss
    • Ladezeit: 23 Minuten-80% bzw. 35mins-100%
  • Bluetooth: BLE5.0
  • Wi-Fi: 5G (Standardreichweite liegt bei etwas unter 10m)
  • Betriebsumgebung: -20 °C ~ 40C
  • Gewicht: 27g
  • Abmessungen: 52mmx24mmx21mm

 

Lieferumfang

1 x Caddx Peanut Kamera

1 x Halterungsadapter

1 x Stromanschluss

1 x USB-Anschluss

2 x Mx1.25 3-Pin-Stromkabel

1 x 2S-6S Step-Down-Modul

1 x ND8-Filter

1 x ND16-Filter

1 x Kamera-Befestigungsschrauben und Muttern

1 x Benutzerhandbuch

1 x Wischtuch

 

Konfiguration mit FC und Fernbedienung

Die Peanut verwendet zwei Stromversorgungsmodi: Die eingebaute Batterie und eine 5V externe Stromversorgung über den mitgelieferten Adapter. Sie unterstützt, wie auch die neue GoPro Hero 10 Bones, ein Starten/Stoppen der Aufnahmen durch Auslösen eines Schalters auf der Fernbedienung. Im folgenden Beispiel wird ein Betaflight F405 Flight Controller verwendet, um die Konfiguration für die Fernbedienung zu verdeutlichen. Das Anschlussdiagramm ist in der Abbildung weiter unten dargestellt. Das Verlöten der Kabel auf den FC wurde von Caddx relativ einfach gehalten. Dabei wird das rote Kabel, also 5V, an einen freien 5V Ausgang am FC angelötet, das schwarze, also GND, an einen unbelegten GND Anschluss und das weiße auf einen TX Anschluss. Der TX Anschluss kann im Grunde frei gewählt werden, jedoch müsst ihr dies, je nachdem wo ihr den TX angeschlossen habt, beim Konfigurieren des Schalters in Betaflight berücksichtigen.

 

Das folgende Diagramm konfiguriert die PINIO-Funktionszuordnungsbeziehung zwischen Fernbedienung und Flight Controller. In der Betaflight-Konfiguration entspricht die PINIO-Funktion Nr. 1, daher USER1 in der Abbildung unten, der des AUX-Kanals der Fernbedienung.

Wenn ihr die Konfiguration richtig durchgemacht und vollendet habt, müsstet ihr, bei Betätigen des ausgewählten Schalters auf eurer Fernbedienung, die Peanut Ein- bzw Ausschalten können. Ich selbst verwende das mitgelieferte 2S-6S Step-Down-Modul, welches ich mit dem Balancer-Stecker des LiPo’s verbinde. Diese Variante hat sich für mich als die beste erwiesen, da ich die Peanut somit auf mehreren Koptern verwenden kann.

 

Funktionen

Die Caddx Peanut ist grundsätzlich eine Insta360 GO 2 mit ein paar kleinen, aber wichtigen Upgrades, die sie zu einer interessanten Kamera gemacht haben.

Erstens kann die Caddx Peanut über eine externe Stromquelle betrieben werden, wodurch die Aufnahmezeit nicht mehr durch den kleinen integrierten Akku begrenzt ist und somit bis zu 30 Minuten aufgenommen werden kann, bis der Speicher endgültig voll ist. Das Einzige, das die Peanut benötigt, um länger aufnehmen zu können, ist eine Spannungsversorgung von 5V, wobei ihr sicherstellen solltet, dass euer BEC stark genug ist, um den erforderlichen Strom, von etwa 1,2A im Betrieb, liefern zu können. Ebenfalls sollte euch bewusst sein, dass die Kamera über keinen Mikro SD-Karten Slot verfügt, wodurch ihr eure Aufnahmen häufig über den USB-C Anschluss oder über die App herunterladen solltet, um somit Speicherplatz freizumachen.

Die zweite große Änderung an der Peanut ist der Preis. Da sie im Vergleich zur GO 2 über kein mitgeliefertes Ladecase verfügt, ist sie tatsächlich um einiges billiger als die GO 2.

Desweiterem verfügt sie über zwei mitgelieferte ND Filter, also einen ND8 und einen ND16, welche für epische Aufnahmen bei direkter Sonneneinstrahlung nicht fehlen dürfen. Diese sind, im Vergleich zu manchen anderen, nicht zu darauf stecken, sondern werden mit einem Gewinde direkt auf die Linse aufgeschraubt. Somit ist es sehr einfach, sie auszuwechseln und trotzdem nicht das Gefühl haben zu müssen, sie während dem Fug zu verlieren.

Auch kann die Kamera über die Insta360 App per Smartphone gesteuert werden, was es uns ermöglicht, schnellen Zugang auf unsere Einstellungen (Aufnahmemodi, Verschlusszeit, ISO ect.) zu erhalten.

Ein Problem der Peanut, welches mir sehr häufig auffiel ist, dass die Kamera ziemlich schnell heiß wird. Ich empfehle euch somit also, die Kamera erst kurz vor dem Flug einzuschalten bzw die Aufnahme erst zu starten, wenn ihr losfliegt.

 

Caddx Peanut VS GoPro Hero 7 Black

Ein der ersten Fragen, die gleich nach dem Auspacken der Caddx Peanut auftauchte, war, ob diese kleine Kamera mit der Videoqualität einer GoPro mithalten kann. Wenige Tage später, montierte ich eine meiner GoPro Kameras und die Peanut auf meinen Freestyle-Kopter, um die Aufnahmen jener Kameras genauer unter die Lupe zu nehmen. Um den Vergleich besser verdeutlichen zu können, habe ich versucht die beiden Kameras so ähnlich wie möglich einzustellen.

Was mir beim Ansehen der Aufnahmen sofort auffiel, war der unterschiedlich gute Dynamikbereich der beiden Actionkameras. Gerade beim Fliegen in dunkleren Bereichen, fängt das Bild der Peanut schnell zu Rauschen an. Das liegt daran, dass die GoPro über einen größeren Sensor verfügt, wodurch mehr Licht in die Linse gelangt. Auch versuchte ich bei beide Kameras (siehe Video) mit dem gleichen LUT zu bearbeiten, wobei ich wiederum feststellte, dass mir die Aufnahmen der GoPro nach dem Color Graden besser gefallen. Mit der Peanut machte ich bessere Erfahrungen, einfach im Standard-Modus, anstatt im RAW-Modus zu filmen.

 

Fazit

Wenn ihr auf der Suche nach einer leichten Actionkamera für die ein oder andere Freestyle Session seid, dann macht ihr mit der Caddx Peanut definitiv nichts falsch. Auch für cinematische Aufnahmen für Sozial Media Beiträge ist die Qualität der Aufnahmen ausreichend. Braucht ihr jedoch eine Kamera für Videos oder Filme, bei denen es wichtig ist, die Möglichkeit zu haben, Aufnahmen in 4K zu machen bzw in 16:9 zu filmen, ohne mit einem mäßig guten Bild auszusteigen, so empfehle ich euch in Richtung GoPro, DJI Action oder anderer Actionkamera zu gehen.

 

Bis bald, 

euer Jonny

 

 

 

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